Beiträge und Sendungen

 

UNBEFRISTETE SOMMERPAUSE: Von 6. Mai 2016 bis 24. Juni 2016 lief die Infosendereihe „update.wien – politik & kultur“ jeden Freitag um 17 Uhr auf ORANGE 94.0. Sie wurde produziert von den ehemaligen Redaktionsmitgliedern der ehemaligen Redaktion der Nachrichten auf ORANGE 94.0.
Wir werden an dieser Stelle berichten, ob, wann und wie es möglicherweise weitergehen wird.




Auch 2016: Rechtsextreme und katholische Fundamentalist_innen demonstrieren gegen Regenbogenparade

Während am 18. Juni wieder zigtausende Menschen bei der Regenbogenparade für die Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Interpersonen sowie das gesamte Spektrum an Geschlechtsidentitäten, für die Vielfalt von Lebens- und Liebesformen auf die Straße gingen, veranstalteten rechtsgerichtete katholische Fundamentalist_innen wieder einen so genannten Marsch für die Familie. 270 Personen protestierten da gegen die Regenbogenparade, gegen Homosexuelle, gegen Frauenrechte, gegen Abtreibung und gegen den von ihnen so genannten Genderwahn. Vom Stephansplatz aus durch die Innenstadt – wie in den letzten Jahren – durften die katholischen Fundamentalist_innen diesmal nicht ziehen, da am Stephansplatz bereits eine Kundgebung gegen den Marsch für die Familie angemeldet worden war. So mussten sich die katholischen Fundamentalist_innen mit einer Kundgebung und einer kleinen Marsch-Runde am Albertinaplatz begnügen. Zu Wort kam heuer auch der ehemalige Sprecher der Pegida Wien, Georg Immanuel Nagel. Gegen die Kundgebung der katholischen Fundamentalist_innen gab es auch teilweise lautstarken Protest, der von der Polizei immer wieder zurückgedrängt wurde, aber dennoch nicht verstummte.

Posted: 2016-06-24


Mehr als 300 sagen beim „Umbrella March“ 2016 in Wien „Welcome Oida“

Mehr als 300 Menschen beteiligten sich am 20. Juni, am Weltflüchtlingstag, am Umbrella March. Aufgespannte Regenschirme symbolisierten einen Schutzschirm für Flüchtlinge. Aufgerufen hatte dazu die Asylkoordination. Herbert Langthaler von der Asylkoordination erklärte dazu:

Am Ziel des Umbrella Marches, beim Marcus-Omofuma-Stein am Platz der Menschenrechte präsentierte Welcome Oida die neue Internet-Plattform für Refugees, http://newhere.org/.

Posted: 2016-06-24


update.wien politik und kultur 17. Juni 2016 (ganze Sendung)

– Antifaschist_innen blockieren Identitärenaufmarsch

– 600-700 Rechtsextreme auf Marsch durch Wien von Antifaschist_innen blockiert

– 21. Regenbogenparade in Wien

Posted: 2016-06-17


Antifaschist_innen blockieren Identitärenaufmarsch

Ein kurzer Bericht  von den Gegenaktivitäten zum Aufmarsch der rechtsextremen Identitären am 11.06.2016 in Wien

Posted: 2016-06-17


600-700 Rechtsextreme auf Marsch durch Wien von Antifaschist_innen blockiert

Gezählte 600–700 Rechtsextreme wollten am 11. Juni vom Urban-Loritz-Platz durch den 15. Bezirk bis Schönbrunn ziehen – zur Verteidigung Europas, wie es im Aufruf der so genannten Identitären Bewegung hieß. Ihr geplanter Treffpunkt wurde von der Polizei allerdings untersagt und daher zum Märzpark vor der Stadthalle verlegt. Als die Rechtsextremen dort um 14.30 aufbrechen wollten, war auch der von ihnen vorgesehene Weg unpassierbar, aufgrund von antifaschistischen Blockaden. Auch auf einer Ausweichroute standen die Rechtsextremen bereits nach 250 Metern an einer Blockade an. Die Rechtsextremen kehrten daraufhin um und zogen zum Gürtel. Siegessicher skandierten sie „Wo sind denn die Antifaschisten“, ehe sie nach weiteren rund 300 Metern neuerlich von einer antifaschistischen Blockade aufgehalten wurden. Die Polizei trennte Rechtsextreme und Antifaschist_innen. Eine Polizeikette versuchten die Rechtsextremen zu überrennen, wurden aber von Polizist_innen mit Pfefferspray wieder gestoppt.
Bereits nach dieser Konfrontation mit der Polizei verließen einige Teilnehmer_innen den rechtsextremen Marsch. Für die übrigen kämpfte die Polizei die Straße mit massivem Pfeffersprayeinsatz gegen Antifaschist_innen und Journalist_innen frei.
Die Identitären, die sonst immer versuchen, sich besonders diszipliniert und friedlich darzustellen, verloren die Contenance. Die Maske war gefallen. Sie drohten vom Lautsprecherwagen, alles zu zerlegen und sich die Straße zu erkämpfen. Ihre Zeit werde kommen, verkündeten sie, die anderen werden sich alle noch wundern.
Weiter als grad einmal 900 Meter schafften es die Rechtsextremen aber am 11. Juni letztlich nicht, durch Wien zu marschieren. Vor dem Westbahnhof beendeten sie ihre Demonstration, fast drei Kilometer vom eigentlichen Ziel entfernt.
Nach ihrer Demonstration zogen sich zahlreiche Rechtstextreme in verschiedene Lokale zurück. In der Nacht demonstrierten rund einhundert Rechtsextreme unangekündigt durch den 8. Bezirk.

Posted: 2016-06-17


21. Regenbogenparade in Wien

Morgen, Samstag, startet um 15 Uhr die 21. Regenbogenparade in Wien. Die Route führt diesmal in Fahrtrichtung entlang der Ringstrasse vom Sigmund Freud-Park Richtung Kai, Urania, Stubenring, Oper und entlöang der 2-er Linie zurück zum Sigmund Freud Park. Die Regenbogenparade ist nicht nur selbstbewusstes Feiern der LGBT im öffentlichen Raum sondern auch eine politische Demonstration gegen Diskriminierung und Homophobie. Ein besonderes Andenken gebührt den Opfern des Anschlags von Orlando.

http://www.hosiwien.at/regenbogenparade/pride/
https://de.wikipedia.org/wiki/Stonewall
http://o94.at/radio/sendung/1408546/

Posted: 2016-06-17


update.wien politik und kultur 10. Juni 2016 (ganze Sendung)

– Open Piano for Refugees
– Rosen gegen Rassismus
– Antifas gegen Identitäre
– Kritische Literaturtage

Posted: 2016-06-10


Kritische Literaturtage 2016

Kritische Literaturtage 2016: 10. – 12. Juni in der Brunnenpassage am Yppenplatz im 16. Wiener Gemeindebezirk.
Unabhängige und kleine Verlage aus dem deutschsprachigen Raum präsentieren ihre alternativen, gesellschafts- und sozialkritischen Bücher. Auch politische Initiativen, die Zeitschriften und Broschüren herausgeben, sind mit ihrem Sortiment dabei. Eintritt ist barrierefrei und ohne Einlassgebühr zugänglich!

Posted: 2016-06-10


Antifa gegen Identitäre

Für Samstag, den 11. Juni, planen die rechtsextremen Identitären einen Aufmarsch durch Wien. Ihr Treffpunkt ist am Urban-Loritz-Platz, die geplante Route führt in den 15. Bezirk, kann sich aber noch ändern. Es gibt aber auch mehrere Aufrufe zu Protesten dagegen, und dazu, den rechtsextremen Marsch zu verhindern.

Wie wir gehört haben, sind mehrere Aktivitäten gegen den rechtsextremen Aufmarsch der Identitären morgen Samstag geplant. Zur Übersicht:
Heute Freitag gibt es bereits seit 15 Uhr eine antirassistische Party am Yppenplatz in Ottakring.
Dort, also am Yppenplatz, startet heute Freitag um 19 Uhr eine antifaschistische Vorabenddemo.
Für morgen Samstag, dem 11. Juni, ruft die Offensive gegen rechts zu einer Demo auf mit dem Titel „Rassistischen Aufmarsch der Identitären stoppen“, Treffpunkt dafür ist morgen Samstag, 11. Juni, um 11 Uhr beim Meiselmarkt, bei der U3-Station Johnstraße, Ecke Hütteldorfer Straße.
Das Bündnis No Fascism und die Plattform Radikale Linke rufen auf, den Aufmarsch der Identitären zu verhindern, dafür gibt es den Treffpunkt morgen Samstag, 11. Juni, um 13 Uhr in der Wasserwelt am Kardinal-Rauscher-Platz, das ist auch in der Nähe der U3-Station Johnstraße.

Posted: 2016-06-10


Rosen gegen Rassismus

Während der dreitägigen Protestaktion fand gleich daneben auch eine Kundgebung statt unter dem Titel „Rosen gegen Rassismus“. Anlass dafür war der Brandanschlag auf ein geplantes Asylwerber_innenheim in  Oberösterreich, aber auch Vorschläge von Außenminister Kurz, Schutzsuchende nach australischem Vorbild zu internieren. Wir hören ein paar kurze Ausschnitte daraus, aufgenommen von Renate Sassmann von WienTV.

Posted: 2016-06-10


Open Piano for Refugees

Am 10.Juni 2016 startet ja bekanntlich die Männerfußball – Europameisterschaft in Frankreich und das österreichische Team erhofft sich dort durchaus Erfolge. Bemerkenswert ist, dass etwa 40% der österreichischen Kicker einen migrantischen Hintergrund haben, Trainer Marcel Koller inklusive.

Dieser Umstend zeigt, dass Sport, genauso wie Musik machen, tanzen, singen, essen oder trinken zu jenen menschlichen Tätigkeiten gehören, die wohl auf der ganzen Welt positive Gemeinschaftsgefühle auslösen können.

Das haben sich auch Nico Schwendinger und Udo Felizeter gedacht und das Projekt „Open Piano for Refugees“ initiiert.

Dabei wird ein Piano einfach im öffentlichen Raum aufgestellt und kann von allen benutzt werden. Zusätzlich gibt es fix angekündigte Konzerte, die momentan von drei bis vier Refugees gespielt werden.

Einen ersten Eindruck von diesem Projekt konnten sich Passant_innen am vergangenen Wochenende am Platz der Menschenrechte machen, wo anlässlich der Veranstaltung „No Border Solidarity“ ein Open Piano aufgestellt war.

„Open Piano for Refugees“ auf Facebook: www.facebook.com/OpenPianoforRefugees/?hc_location=ufi

Spielorte: 10. – 12. juni Ankerbrotfabrik

18.- 22.juni Platz der Menschenrechte/ Omofumastein (geplant)

Lange Nächte der Menschenrechte:

https://de-de.facebook.com/dielangennaechte

Klaviergalerie:

www.klaviergalerie.at

Posted: 2016-06-10




Die Polizei am Wiener Gürtel nach Novelle des Suchtgiftgesetzes.

Am 1. Juni trat die Novelle des Suchtgiftgesetzes in Kraft, die der Polizei mehr Möglichkeiten verschafft, verschärft gegen mutmaßliche Suchtgifthändler_innen vorzugehen. Was die Polizei in der Gürtelgegend in den ersten Tagen mit den neuen Möglichkeiten anfing, beobachtete Jonas von WienTV. Im Telefongespräch mit update.wien erzählt er von polizeilichen Schwerpunktaktionen und racial profiling. Beides ist aber eigentlich nichts Neues, allerdings jetzt mit schwerwiegenderen Konsequenzen für Betroffene …

Posted: 2016-06-03


Hurentag 2016: Für ein Ende der Diskriminierung von Sexarbeiter_innen

Ein Ende der gesellschaftlichen Doppelmoral sowie ein Ende der Diskriminierung von Sexarbeiter_innen und damit einhergehend ein kritisches Hinterfragen hegemonialer Diskurse über Sexarbeit und Sexarbeiter_innen wurden auch heuer am 2. Juni bei einer Kundgebung zum internationalen Hurentag am Urban-Loritz-Platz in Wien gefordert. Sexarbeit müsse endlich anderen Erwerbstätigkeiten gleich gestellt werden. Wir sprachen mit der Aktivistin Christine Nagl.

Christine Nagl ist auch eine der Initiator_innen der Lustwerkstatt, die unter dem Titel Sex Arbeit Lust Illusionen Ver/Kaufen eine Reihe von Veranstaltungen organisierte sowie eine Radiosendereihe, die auf ORANGE 94.0 noch bis Ende Juni jeden Montag um 20.30 zu hören ist. Mehr Infos dazu gibt es auf lustwerkstatt.at.

Posted: 2016-06-03


EU-Kommission entscheidet am 6. Juni über Glyphosat – Interview mit Greenpeace-Landwirtschaftssprecher

Nach Wider­stand aus der Zivil­gesellschaft wurde die für März geplante Ent­scheidung über die Neuzulassung des umstrittenen Totalherbizids Glyphosat schon zwei Mal verschoben. Diesen Montag 6. Juni wird die EU-Kommision wahrscheinlich eine Entscheidung fällen. Das wird weitreichende Folgen haben, denn es geht um das weltweit meistverkaufte Unkrautvertilgungsmittel.

Jutta Matysek sprach darüber mit Greenpeace-Landwirtschaftssprecher Sebastian Theissing.

Posted: 2016-06-03




Gastfamilien gesucht

Allein im Jahr 2015 haben über 9.300 unbegleitete Minderjährige in Österreich um Asyl angesucht. In einem neuen Betreuungsmodell ist es in Wien ab sofort möglich jugendlichen unbegleiteten Asylwerbern in Gastfamilien die Integration zu erleichtern.
Weitere Informationen gibt es dazu im Internet unter www.verein-kui.at

Posted: 2016-05-27


update.wien – 20. Mai 2016 (ganze Sendung)

– idahot: Demo zum Tag gegen Homo-, Bi-, Trans- und Interfeindlichkeit in Wien
– Fotoausstellung „My Rainbow City“
– Demo gegen rechtsextremen Hofer als Bundespräsidenten

Posted: 2016-05-20


Mehr als 1000 bei Kundgebung gegen Rechtsextremen als Bundespräsidenten in Wien

Mehr als 1000 Menschen demonstrierten am Donnerstagabend vor der Präsidentschaftskanzlei am Ballhausplatz gegen einen rechtsextremen Burschenschafter als Bundespräsidenten.

Posted: 2016-05-20


Fotoausstellung „My Rainbow City“ im Wiener Rathaus eröffnet

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie und Transphobie am 17. Mai 2017, zeigt die WASt – die Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen die internationale Fotoausstellung „My Rainbow City“ in der Arkadenhof-Galerie im Rathaus Wien.
11 Städte des Rainbow City Networks haben Fotos beigesteuert, die ihre jeweiligen Stadt als Regenbogenstadt aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln zeigen.
Die Ausstellung läuft noch bis 10. Juni 2016 und ist werktags von 7:30 bis 18:00 Uhr in der Arkadenhof-Galerie im Rathaus Wien bei freiem Eintritt besuchbar.

Posted: 2016-05-20


Demo zum Tag gegen Homo-, Bi-, Trans- und Interfeindlichkeit in Wien

Am 17. Mai 1990 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO beschlossen, Homosexualität aus ihrer   internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandten Gesundheitsprobleme ICD zu streichen. Seit 2005 wird dieser Tag gefeiert, inzwischen als internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Trans- und Interfeindlichkeit. Weltweit wird an diesem Tag auf Gewalt gegen Lesben, Bisexuelle, Schwule, Trans*Gender, intergeschlechtliche und asexuelle Personen aufmerksam gemacht. In Wien demonstrierten am 17. Mai 2016 zu diesem Anlass 165 Personen auf der Mariahilfer Straße.
Auch die Situation von LGBTIQ_Personen auf der Flucht wurde thematisiert.

Posted: 2016-05-20




F13: Stadt für alle, Öffis für alle!

Wenn der Freitag auf einen 13. fällt, feiern die Ausgegrenzten und an den Rand Gedrängten, und sie erheben ihre Stimme. So auch heute.
Die Stadt gehöre allen, meinten sie, und die Öffentlichen Verkehrsmittel seien auch für alle da. Deshalb forderten sie Freifahrt für alle. Sie feierten am Westbahnhof und am Hauptbahnhof, und in der U-Bahn, die sie quasi kostenlos von dem einen zum anderen Ort brachte.

Posted: 2016-05-13


8. Mai 2016 in Wien Ottakring: Mit Hunden, Hubschrauber und Panzer gegen Antifaschist_innen.

Während am 8. Mai am Heldenplatz das Fest der Freude über die Befreiung vom Nationalsozialismus vor 71 Jahren gefeiert wurde, ging am Brunnenmarkt in Ottakring die Polizei mit Hunden gegen Antifaschist_innen vor. Über dem Markt kreiste ein Hubschrauber. Ums Eck wurde ein Polizeipanzer bereitgestellt. Der Grund: 150–200 antifaschistische und feministische Aktivist_innen versuchten die Vereinnahmung des Gedenkens an jene Frau, die dort am 4. Mai von einem Mann mit einer Eisenstange getötet worden war, durch identitäre Rechtsextreme zu verhindern.

Eine angekündigte rechtsextreme Kundgebung war zwar abgesagt worden. Dennoch versammelten sich an die 200 Antifaschist_innen am Yppenplatz. Die meisten von ihnen demonstrierten spontan auf einer kurzen, nur ein paar hundert Meter langen Route durchs Brunnenviertel. Polizei war anfänglich gar nicht anwesend, kam erst nach und nach dazu. Als die Demo bereits beendet war und viele Beteiligte bereits weggegangen waren, erhöhte sich die Anzahl der Polizist_innen gewaltig. Hundestaffel und Wega kamen. Ein Hubschrauber kreiste. Und ein Radpanzer der Polizei wurde bereitgestellt. Während Feministinnen antifaschistische Lieder sangen, ging die Polizei plötzlich mit an der Leine gehaltenen Hunden gegen Demonstrant_innen vor.

Zwei Personen wurden laut Polizei festgenommen. Erst als die Gemeinderätin Birgit Hebein am Brunnenmarkt erschien und mit der Polizei verhandelte, wurde der Einsatz von Hundestaffel und Hubschrauber abgebrochen, und wenig später der gesamte Polizeieinsatz beendet.

Polizeisprecher Inspektor Eidenberger verteidigte den Polizeieinsatz mit Hunden, Hubschrauber und Panzer gegen zu diesem Zeitpunkt gerade mal rund 100 Antifaschist_innen und Feminist_innen:

Die Versammlung der Identitären konnte freilich gar nicht – wie es Inspektor Eidenberger sagte – gestört werden, weil sie, wie gesagt, abgesagt worden war. Die Baseballschläger hat es auch nicht gegeben. Das habe, so Birgit Hebein, inzwischen auch Polizeipräsident Pürstl bestätigt.

Posted: 2016-05-13


Aktionstag fürs Amerlinghaus – Unterstützer_innen sagen, warum sie das Amerlinghaus mögen.

Wie bereits letzten Freitag in update. wien berichtet, ist das Amerlinghaus wieder in seiner Existenz bedroht, weil die Förderung bei weitem nicht mehr ausreicht, den laufenden Betrieb zu finanzieren. Aus diesem Grund fand am Dienstag, dem 10. Mai hinter dem Rathaus ein Aktionstag für den Erhalt des Amerlinghauses statt. Unsere Kolleg_innen von „caja de guiños“ waren dort und fragten sich um, was das Amerlinghaus ausmacht und was wir verlieren würden, wenn das Amerlinghaus zusperren würde.

Posted: 2016-05-13




Maiaufmarsch der SPÖ: Kritik und Polizei

Beim Maiaufmarsch der SPÖ machten bekanntlich viele Sozialdemokrat_innen ihrem Unmut mit der Parteiführung Luft. Renate Sassmann von WienTV war dort, und beobachtete kritische Initiativen.

Die Plattform Care Revolution veranstaltete einen Flaschmob für mehr Lohn und Personal im Gesundheits- und Sozialbereich. Dabei wurde der Block der Bezirkssektion von Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely kurz aufgehalten und mit den Anliegen der Beschäftigten in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und anderen CARE-Berufen konfrontiert.

Einen Rücktritt Faymanns forderten viele, auch der Verband Sozialistischer Student_innen VSStÖ. Der VSStÖ war ganz offiziell mit einem Block am Maiaufmarsch beteiligt, wurde auch von der Bühne angekündigt. Als der VSStÖ aber mit kritischen Transparenten und Bengalfeuern am Rathausplatz einzog, wurde ein großer Teil der sozialistischen Student_innen von der Polizei aus dem Maiaufmarsch rausgeholt und beamtshandelt. Die Student_innen wurden perlustriert, Identitätsfeststellungen unterzogen, mussten ihre Taschen durchsuchen lassen und erhielten Anzeigen. Begründet wurde dies damit, dass sie Bengal-Handfackeln hatten, die in größeren Menschenansammlungen nicht verwendet werden dürfen. Bengalfackeln gelten als pyrotechnische Gegenstände. Sie erzeugen im Wesentlichen besonders viel bunten Rauch, und sind je nach Größe, Konstruktion und verwendeten chemischen Stoffen unterschiedlichen Kategorien zugeordnet.

Während Aktivist_innen des VSStÖ vermuteten, dass die polizeiliche Amtshandlung auf Aufforderung aus der Parteiführung geschah, gab die Polizei an, dass Beamt_innen das Entzünden der Bengalfeuer beobachtet hatten, und die polizeiliche Einsatzleitung daraufhin die Amtshandlung angeordnet habe.

Posted: 2016-05-06


Mayday, Mayday – Parade der Prekarisierten 2016

No Precarity, no borders, alles für alle. Das waren die Forderungen der heurigen Wiener Mayday-Parade, an der sich am Nachmittag des 1. Mai rund 270 Menschen beteiligten.

Die Route führte vom Kunst- und Kulturort mo.ë zum Abschiebegefängnis am Hernalser Gürteil über den Gürtel, rüber zum Boem und anschließend wieder zurück zum mo.ë.

Posted: 2016-05-06


„mo.ë bleibt“ – Stand der Dinge

Start- und Endpunkt der Maydayparade gegen Prekarisierung von Arbeits- und Lebensverhältnissen war heuer vorm Kunst- und Kulturort mo.ë, und das nicht nur, weil dort ein Straßenfest gemacht wurde. Die Räume, in denen sich das mo.ë befindet, und auch die Wohnungen im Haus, sollen zu teuren Luxuslofts umgebaut werden. Und deswegen hätte das mo.ë eigentlich schon mit Jahreswechsel ausziehen sollen. Ist es aber nicht.

Das im Beitrag angesprochene Vernetzungstreffen gegen Gentrifizierung, Verdrängung und steigende Mieten im Brunnenviertel findet am 10. Mai statt, um 19 Uhr, im mo.ë – Wien 17, Thelemanngasse 4. Mehr übers mo.ë, dessen Programm und die Petition für dessen Erhalt gibt es auf moe-vienna.org.

Posted: 2016-05-06


„Amerlinghaus bleibt“ – Widerstand gegen Finanzierungslücke

Während – wie beispielsweise im aktuellen Augustin nachgelesen werden kann – hochkommerzielle Unternehmen für Locations auf öffentlichem Grund nur eher symbolische Mieten an die Stadt Wien zahlen müssen, ist die Stadt Wien bei nicht-kommerziellen Kulturinitiativen oft sehr viel weniger großzügig. So wird etwa beim selbstverwalteten Kulturzentrum Amerlinghaus von der so genannten Subvention durch die Stadt Wien ein immer größerer Anteil als Mietkosten einbehalten und direkt an die gemeindeeigene Siedlungs- und Bauaktiengesellschaft Gesiba überwiesen. Für das Amerlinghaus ergibt sich heuer eine Finanzierungslücke von zumindest 10.000 Euro, und die ist für das Amerlinghaus existenzbedrohend, schon wieder, oder in zunehmendem Maß noch immer. Wir sprachen mit Claudia Totschnig und Lisa Grösel vom Amerlinghaus-Team.

Posted: 2016-05-06


IG Kultur Wien schreibt Preise der freien Szene 2016 aus

Preise der freien Szene Wiens schrieb dieser Tage die IG Kultur Wien aus. Der erste Preis ist mit 3000 Euro dotiert, für zwei zweite Plätze gibt es je 2000 Euro. Fanja Haybach von der IG Kultur Wien erklärte uns mehr darüber:

Einreichung für die Preise der freien Szene Wiens sind bis 29. Mai möglich. Mehr Informationen gibt es auf igkulturwien.net.

Posted: 2016-05-06